Handelsrecht & Vertriebsrecht

Handels- und Vertriebsrecht

Jedes Unternehmen, das Produkte vertreibt, ist täglich mit Rechtsfragen rund um den Vertrieb konfrontiert. Diese reichen von der Haftung für Produktmängel über den Einsatz von AGB bis hin zur Vertragsgestaltung mit Händlern oder Vertriebsmitarbeitern. Hinzu kommen Spezialthemen wie der Verkauf über das Internet oder die Beachtung gewerblicher Schutzrechte. Besondere Herausforderungen beinhaltet der für viele Unternehmen zunehmend bedeutende grenzüberschreitende Vertrieb ins Ausland.

Aus der Erfahrung unserer jahrelangen Beratungspraxis heraus haben wir ein spezielles Schulungsangebot für den Warenvertrieb entwickelt. Unser Ziel ist es dabei, Unternehmer und deren Mitarbeiter für rechtliche Stolperfallen im Vertrieb zu sensibilisieren und konkrete Tipps für die tägliche Praxis zu geben.

Das Schulungsangebot umfasst folgende Themen:

AGB im nationalen Geschäftsverkehr

Viele Unternehmen verfügen über Allgemeine Geschäftsbedingungen. Und viele Unternehmen sehen sich auch mit fremden Geschäftsbedingungen konfrontiert. Haben Sie eigene AGB? Werden diese wirksam vereinbart? Und halten sie auch den Anforderungen des Vertriebs über das Internet oder andere Verkaufskanäle stand?

Unsere Schulung zeigt Ihnen zunächst, wie Sie Ihre AGB wirksam in den Vertragsschluss einbeziehen und wie Sie auf die AGB des Geschäftspartners reagieren können. Dabei gehen wir auch auf die Besonderheiten bei Online-Geschäften sowie bei telefonischen Vertragsschlüssen ein. Wir erläutern anhand konkreter Beispiele die Wirksamkeit von AGB-Klauseln. Des weiteren liegt unser Augenmerk auf den Rechtsfolgen bei fehlender Einbeziehung sowie bei Unwirksamkeit einzelner AGB-Klauseln.

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AGB im internationalen Rechtsverkehr

Beim Ein- und Verkauf innerhalb von Deutschland ist die Verwendung der eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für viele Unternehmen Standard. Aber inwiefern können diese auch zum Einsatz kommen, wenn der Lieferant oder Kunde im Ausland sitzt? Welche Besonderheiten gelten bei der Einbeziehung in den Vertrag?

In unserer Schulung werden die grundlegenden Anforderungen an Allgemeine Geschäftsbedingungen im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr dargestellt: Dabei erörtern wir anhand konkreter Beispiele Fallstricke und Besonderheiten des internationalen Geschäfts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der wirksamen Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim grenzüberschreitenden Ein- und/oder Verkauf. Denn der alleinige Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Internet reicht nicht aus. Auch die Frage von Gerichtsstandsvereinbarungen über Allgemeine Geschäftsbedingungen spielt in der Praxis eine außerordentlich wichtige Rolle. Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere in diesem Bereich Risiken schlummern.

Gern erarbeiten wir in diesem Rahmen auch die rechtssichere Gestaltung der in Ihrem Unternehmen verwendeten Formulare und Abläufe mit Ihnen.

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Vertragsgestaltung national

Die Basis des erfolgreichen Vertriebs sind die dem Ein- und Verkauf zugrundeliegenden Verträge. Sie sollen dem Hersteller, dem Händler und dem Kunden Rechtssicherheit bieten. Doch wie kommt ein für alle Seiten bindender Vertrag zustande? Welche Risiken ergeben sich aus fehlerhaften Verträgen?

Unsere Schulung gibt Hinweise, wie Sie rechtssichere Verträge im inländischen Geschäftsverkehr gestalten, verhandeln und abschließen. An Beispielen wird dargestellt, welche Fehler beim Vertragsabschluss zu vermeiden sind. Ferner werfen wir ein Licht auf die mit den Verträgen verbundenen Haftungsfragen – etwa bei Mängeln oder Verzug.

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Vertragsgestaltung international

Das grenzüberschreitende Geschäft stellt besondere Herausforderungen an die Gestaltung von Verträgen. AGB, Einkaufs- oder Verkaufsverträge können nicht einfach übersetzt werden. Auch eine Vereinbarung wie „Für den Vertrag gilt deutsches Recht“ führt nicht dazu, dass der Vertrag wie ein inländisches Geschäft beurteilt wird. Ausländische Rechtsordnungen kennen zudem manche deutsche Besonderheit wie beispielsweise den Eigentumsvorbehalt gar nicht – hier ist die individuelle Anpassung an das im Vertriebsmarkt vorherrschende Recht zwingend erforderlich.

Unsere Schulung gibt Ihnen einen fundierten Einblick in die Grundlagen der grenzüberschreitenden Vertragsgestaltung. Anhand von Praxisbeispielen, die sich an den Märkten orientieren, in denen Ihr Unternehmen tätig ist, zeigen wir Ihnen Gestaltungsoptionen auf. Ziel der Veranstaltung ist eine Anleitung, wie Verträge zu gestalten und praxisorientiert einzusetzen sind. Je nach Wunsch kann der Schwerpunkt im Einkauf oder im Verkauf, beim Online-Handel, im Bereich der AGB oder des individuellen Vertragsschlusses gesetzt werden.

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Produkthaftung

Jeder Hersteller und Händler haftet für Schäden, die durch seine Produkte bei Dritten entstehen. Diese Produkthaftung besteht neben der kaufrechtlichen Gewährleistung und unabhängig von vertraglichen Haftungsbeschränkungen. Wie kann man sich auf einen Schadensfall vorbereiten? Was ist im Schadensfall zu tun? Kann und muss ich meine Produkthaftungsrisiken versichern? Wie verhalte ich mich gegenüber den zuständigen Behörden?

Unsere Schulung zeigt Ihnen auf, wie Sie als Hersteller oder Händler haften und wie Sie sich vor Haftungsrisiken wirksam schützen können. Dabei erläutern wir an Beispielen aus der Vertriebspraxis Ihres Unternehmens, wo rechtliche Stolperfallen lauern. Im Blick haben wir dabei auch den Vertrieb von im Ausland hergestellter Ware, die von Ihnen oder unter Ihrem Namen in den Verkehr gebracht wird. Ferner zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten der Versicherung gegen Haftungsansprüche auf.

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Handelsvertreter, Distributoren und sonstige Vertriebsmittler

Handelsvertreter oder Vertragshändler – das ist oft die Frage. Dass es sich lohnt, dies auseinander zu halten, stellt sich meist spätestens bei der Beendigung des Vertragsverhältnisses heraus. Insbesondere Ausgleichsansprüche können dann eine erhebliche Rolle spielen. Welche Gestaltungsmöglichkeiten es im Rahmen des einzelnen Vertragsverhältnisses gibt, welche Regelungen getroffen werden können und welche unbedingt getroffen werden sollten, wird beispielhaft erläutert.

Je nach Wunsch kann der Schwerpunkt im Bereich des Handelsvertreterrechts oder des Vertragshändlerrechts, des nationalen oder des grenzüberschreitenden Vertragsverhältnisses gesetzt werden.

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Gewerbliche Schutzrechte

Bei beinahe jedem Produkt sind heute gewerbliche Schutzrechte wie beispielsweise Patente, Designrechte oder Marken zu beachten. In der Praxis des Warenvertriebs stellen sich insbesondere folgende Fragen: Wie kann ich mein Produkt vor entsprechenden Rechtsverletzungen schützen? Wie kann ich klären, ob mein Produkt bzw. Waren meines Handelspartners Rechte Dritter verletzen? Welche Risken können sich aus solchen Rechtsverletzungen ergeben?
 
Unsere Schulung stellt zunächst die unterschiedlichen Arten von möglichen Schutzrechten vor und veranschaulicht die Folgen von etwaigen Rechtsverstößen in der Vertriebskette. Wir zeigen Ihnen speziell für Ihre Produkte auf, wie Sie effektive Vorkehrungen treffen können, um Risiken bestmöglich zu redzuieren.

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Risiken persönlicher Haftung von Mitarbeitern

Fehlerhaftes Verhalten von Mitarbeitern kann schnell strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und auch zu einer zivilrechtlichen persönlichen Haftung führen. Eine Verantwortlichkeit kann dabei sowohl Führungskräfte als auch andere Mitarbeiter betreffen.

Unsere Schulung zeigt auf, wie Sie Haftungsrisiken minimieren und in Haftungsfällen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Ansprüchen wirksam entgegentreten können. Dabei erläutern wir an konkreten Beispielen aus dem Tätigkeitsfeld Ihres Unternehmens, wo und wie Haftungsrisiken entstehen und welche Ansprüche daraus erwachsen können. Wir zeigen Ihnen dabei auch auf, wie ein Ermittlungs- bzw. Strafverfahren abläuft und wie sich Führungskräfte und Mitarbeiter in dieser Situation verhalten sollten.

Ansprechpartner

Alle angebotenen Schulungen gestalten wir individuell nach Ihren Vorstellungen. Es ist auch jederzeit möglich, ein speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Programm zu vereinbaren. Bei Fragen können Sie sich gerne direkt an die angegebenen Ansprechpartner wenden.